
Produktentwicklung steht heute unter einem klaren Druck: Unternehmen müssen schneller konstruieren, präziser fertigen, Varianten sicher beherrschen und gleichzeitig ihre Daten über Abteilungen, Standorte und Systeme hinweg konsistent halten. Genau an dieser Stelle wird Siemens NX für viele Unternehmen mehr als ein CAD- oder CAM-System. Aktuelle öffentlich verfügbare Siemens-Referenzen zeigen, dass der eigentliche Nutzen dort entsteht, wo Konstruktion, Fertigung, Simulation und PLM zu einem belastbaren digitalen Prozess zusammengeführt werden. Siemens beschreibt NX-Anwendungen unter anderem bei D’Andrea, Renishaw, ANAND CY Myutec Automotive, CargoKite, CycloTech, Arkadia Space und MTU Aero Engines.
Wer über Siemens NX spricht, spricht nicht nur über Modellierung, NC-Programmierung oder Simulation. Die Praxisbeispiele zeigen vielmehr einen gemeinsamen Nenner: Unternehmen suchen durchgängige Arbeitsweisen. Sie wollen weniger Medienbrüche, weniger manuelle Übertragungen und weniger Abstimmungsaufwand zwischen Engineering, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Qualitätssicherung und Lieferanten.
D’Andrea, ein Hersteller im Bereich Präzisionswerkzeuge, zeigt diesen Zusammenhang besonders deutlich. Laut Siemens konnte das Unternehmen mit NX und Teamcenter die Entwicklungszeit von acht auf zwei Stunden reduzieren, die Programmierzeit um 50 Prozent senken und die Time-to-Market um den Faktor drei beschleunigen. Entscheidend ist dabei nicht nur die reine CAM-Funktionalität. Der Mehrwert entsteht durch Simulation, digitale Prozessabsicherung und die Möglichkeit, Fertigungsschritte vor dem realen Maschinenlauf zu prüfen.
Ein weiteres Beispiel ist Renishaw. Das Unternehmen steht vor einer Herausforderung, die viele Fertigungsbetriebe kennen: steigende Teilevielfalt, hohe Präzisionsanforderungen und gleichzeitig weniger verfügbare CNC-Experten. Siemens beschreibt, dass Renishaw mit NX CAM standardisierte Prozessvorlagen nutzt, um Qualität und Effizienz in der Fertigung zu verbessern. Laut Siemens können zwei bis drei Mitarbeitende 43 Maschinen pro Schicht betreuen; außerdem wird ein Ausschussniveau von unter einem Prozent genannt.
Für technisch orientierte Entscheider ist dieser Punkt besonders relevant. Digitalisierung bedeutet nicht, vorhandenes Expertenwissen zu ersetzen. Sie bedeutet, dieses Wissen so in Vorlagen, Regeln, Methoden und Datenmodelle zu überführen, dass es wiederholbar wird. Genau hier liegt eine zentrale Stärke moderner CAD/CAM- und PLM-Strategien: Sie machen Qualität weniger abhängig von Einzelpersonen und stärker abhängig von definierten, nachvollziehbaren Prozessen.
Auch ANAND CY Myutec Automotive zeigt, wie eng Konstruktion und Fertigung inzwischen zusammengedacht werden müssen. Das Unternehmen produziert Synchronringe für Getriebeanwendungen und hatte laut Siemens zuvor mit isolierten Design- und Produktionsprozessen, Datenverlusten durch unterschiedliche Dateiformate und manuellen Übergaben zwischen CAD und CAM zu tun. Durch den Einsatz von NX CAD und NX CAM wurden laut Siemens Design- und Produktionszeit um 40 Prozent sowie zugehörige Produktionskosten um 30 Prozent reduziert.
Die Botschaft dahinter ist klar: In vielen Unternehmen liegt das Potenzial nicht nur in schnelleren Einzelwerkzeugen, sondern in der Verbindung der Arbeitsschritte. Wenn Geometrie, Fertigungslogik, Werkzeugwege und Änderungsprozesse enger zusammenlaufen, sinkt der Aufwand für Korrekturen. Gleichzeitig steigt die Fähigkeit, kundenspezifische Anforderungen schneller und sicherer umzusetzen.
Besonders spannend sind die Referenzen aus jungen, technologiegetriebenen Unternehmen. CargoKite nutzt NX für 3D-Design and Simcenter-Lösungen für Simulation, um emissionsärmere Frachtschiffe zu entwickeln. Siemens nennt eine Reduzierung der Simulations-Setup-Zeit um 87,5 Prozent und mehrere hundert eingesparte Engineering-Stunden.
CycloTech wiederum setzt auf NX X Design Premium für CAD, Simcenter 3D für Strukturanalysen und Teamcenter X Essentials für den Austausch von Engineering-Daten zwischen CAD, Simulation und Verifikation. Siemens beschreibt hier den Aufbau eines durchgängigen digitalen Informationsrückgrats, das Cloud-basierte Zusammenarbeit und Konfigurationsmanagement unterstützt.
Diese Beispiele zeigen: Der Digital Thread ist nicht nur ein Thema für große Konzerne. Gerade wachsende Unternehmen profitieren davon, früh saubere Datenstrukturen, Rollen, Freigabeprozesse und Schnittstellen aufzubauen. Wer diese Grundlagen erst nach Jahren heterogener Tool-Landschaften nachzieht, muss später deutlich mehr bereinigen.

Arkadia Space macht deutlich, dass moderne Produktentwicklung nicht an der Grenze zwischen Mechanik und Elektrik enden darf. Das Unternehmen suchte laut Siemens nach einer Lösung, um fragmentierte ECAD-, Schaltplan- und P&ID-Prozesse abzulösen. Durch Capital X Panel Designer und die Integration mit NX entstand eine stärker durchgängige Umgebung für elektrische, fluidische und mechanische Entwicklungsanteile. Siemens nennt als Ergebnisse unter anderem ein elektrisches Projekt in wenigen Wochen, eine Single-Source-Plattform und eine effizientere disziplinübergreifende Zusammenarbeit.
Für Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugentwicklung ist das ein wichtiger Hinweis. Produkte werden mechatronischer, Varianten komplexer und Abstimmungszyklen kürzer. Deshalb reicht es nicht mehr aus, MCAD, ECAD und PLM getrennt zu optimieren. Entscheidend ist, ob Daten in einem gemeinsamen Prozesskontext nutzbar werden.
MTU Aero Engines zeigt schließlich, wohin die Reise in besonders anspruchsvollen Industrien geht. Laut Siemens nutzt MTU NX und Teamcenter für geschlossene Design- und Fertigungsprozesse im Triebwerksumfeld. Das Unternehmen verfolgt eine modellbasierte Wertschöpfungskette, ersetzt dokumentenbasierte Methoden durch modellbasierte Ansätze und nutzt Product Manufacturing Information im 3D-Modell als Grundlage für nachgelagerte Prozesse.
Das ist mehr als eine technische Methode. Model-Based Definition und Model-Based Enterprise verändern, wie Produktinformationen entstehen, geprüft, freigegeben und weiterverwendet werden. Zeichnungen verlieren nicht zwangsläufig sofort ihre Bedeutung, aber das intelligente 3D-Modell wird zunehmend zur führenden Informationsquelle.
Die Referenzen zeigen ein klares Muster: Siemens NX entfaltet seinen größten Nutzen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit CAM, Simulation, Teamcenter, Datenmanagement und klar definierten Prozessen. Für Unternehmen bedeutet das: Eine NX-Einführung oder NX-Erweiterung sollte nicht als reine Softwareinstallation verstanden werden. Sie ist eine Prozessentscheidung.

Genau hier setzt DataSolid an. Als Siemens Implementation Partner unterstützt DataSolid Unternehmen dabei, CAD-, CAM- und PLM-Prozesse so aufzubauen, dass sie im Alltag funktionieren: mit belastbaren Datenstrukturen, realistischen Einführungsschritten, sauberer Migration, praxistauglicher Schulung und einem klaren Blick auf die Anforderungen von Engineering, Fertigung und IT.
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